Die gängigsten Methoden sind das Tragetuch oder eine fertige Tragehilfe.
Sowohl für das Tragetuch als auch für eine Fertigtragehilfe gelten ein paar wichtige Kriterien, die es es Ihnen und auch Ihrem Baby/Kind leichter und bequemer machen:
Die Wirbelsäule des Neugeborenen befindet sich nach der Geburt zunächst in der Totalkyphose (Krümmung) und streckt sich innerhalb 3 Phasen, während des ersten Lebensjahres.
Die Streckung der Wirbelsäule ist abgeschlossen, wenn das Kind frei stehen kann und beginnt zu laufen.
Ein Baby kann seinen Kopf noch nicht lange selbstständig halten. Daher ist es sehr wichtig, dass die Tragehilfe eine gute Kopfstütze besitzt, welche einem Baby oder einem schlafenden Kind gestattet den Kopf abzustützen.
Schläft ein Kind ein erschlafft seine Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule rundet sich in ihre urspüngliche runde Form. Nun ist es unbedingt erforderlich, dass die Tragehilfe es zuläßt den Rücken rund werden zu lassen. Der Rücken darf, aufgrund der noch nicht ausgebildeten Bandscheiben, nicht gerade gedrückt werden. Ebenso ist eine seitliche Stützung des Rückens wichtig, ansonsten könnte die Wirbelsäule zu einer Seite kippen und das Kind in eine unangenehme und unphysiologische Schiefhaltung geraten. Schlafend müssen alle Wirbel ausreichend abgestützt sein und die Wirbelsäule sollte von der Tragehilfe wie eine feste Bandage schützend umschlossen werden.
Die Tragehilfe muss so beschaffen sein, dass der RUNDE Rücken in jeder Phase seiner Entwicklung/Streckung gut abgestützt ist. Die Tragehilfe sollte sich so cm für cm anpassen lassen, damit das wachsende,sich in den Maßen verändernde Kind, in der Tragehilfe sicher aufgehoben ist. Wenn das Baby, dessen Wirbelsäule noch nicht ausgereift ist, in der Trage einen gerade Rücken machen muss, überträgt sich jeder Stoß, jeder Schritt der Trägerin direkt auf die gerade gedrückte Wirbelsäule des Kindes.
So kann sich das Kind jederzeit an Sie kuscheln und den Blickkontakt zu Ihnen halten. Es kann sich rückversichern, wenn es unsicher ist,Angst hat oder eine Situation nicht ganz für sich einschätzen kann. Bei Trageweisen auf der Hüfte oder vor dem Bauch sehen sie immer das Gesicht/die Stimmung ihres Kindes und können schnell handeln, wenn das Kind sich einmal an etwas Essbarem verschluckt hat oder eine lästige Biene abzuwehren ist. Sein Rücken kann sich runden und die Beine können abgestützt werden. Wenn das Kind müde wird, kann es seinen Kopf gegen ihren Körper legen und einschlafen. Da die Hüften des Babys noch nach vorne orientiert sind und sich erst mit der Streckung der Lendenwirbelsäule, also ab dem Zeitpunkt ab dem das Kind selbstständig sitzen kann, nach unten orientieren befindet sich ein Baby, welches mit nach unten hängenden Beinchen getragen wird in einem unphysiologischen Hohlkreuz.